Praxisnotiz · Infrastruktursysteme
Von der Offerte zur Nachkalkulation
Bei komplexen Infrastrukturaufträgen verschwindet die Marge unbemerkt in der Lücke zwischen offerierten und tatsächlichen Kosten.
Die Ausgangslage
Ein Schweizer Anbieter technischer Infrastruktursysteme offeriert komplexe, projektbasierte Aufträge für Versorgungsunternehmen und Baupartner. Offerten entstehen unter Zeitdruck, oft auf Basis eines unvollständigen Projektbilds.
Nach Abschluss der Aufträge weichen die Endkosten regelmässig von den Annahmen der Offerte ab.
Die entscheidende Frage
Der entscheidende Moment ist die Offerte selbst: welchen Preis, welchen Umfang und welche Konditionen das Unternehmen für jeden komplexen Auftrag zusagt.
Unser Vorgehen
KI verknüpft jede neue Offerte mit der Nachkalkulation vergleichbarer abgeschlossener Aufträge und macht wiederkehrende Kostentreiber sichtbar, etwa bestimmte Spezifikationen, Baustellenbedingungen oder Vertragsklauseln.
Kalkulator und kommerzielle Verantwortliche sehen eine realistische Kostenbandbreite und die zugrunde liegenden Annahmen, bevor sie sich festlegen. Die bestehenden Offert- und ERP-Systeme bleiben das führende System.
Wirkung
Der Ansatz zielt auf eine Verbesserung der Jahresmarge im einstelligen Millionenbereich über alle komplexen Aufträge.